Der Raum des Abendmahls

Geschrieben am April 20th, 2012 in Aktuell, Ausstellung, Podiumsgespräch, Programme 2012

Abendmahl2

Podiumsgespräch im Modem

4. Mai / 16:30

„Grundsätzlich war es der Raum, der eine Wirkung auf mich hatte” sagte Botond János Kurdy Fehér einmal bei einem Gespräch. Der Raum als konstitutives Element des menschlichen Daseins ist für uns so selbstverständlich, wie die Luft: wir merken ihn kaum. Wobei der Raum bestimmt die Handlungsmöglichkeiten, Gedanken, Gefühle, bewusst oder unbewusst wirk er auf einen. Als Medium versperrt er einen von neuen Erkenntnissen, er verbindet einen mit anderen Menschen und Gruppen oder er verschließt einen von ihnen. Er ist die Quelle ästhetischer Erlebnisse, Erkenntnisse und Energie. Auf die verschiedenen Aspekte des Raumes erläutern aus unterschiedlichen Perspektiven:

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Erzsébet Ágota Berta Literaturwissenschaftlerin (DE)

András Szalai Architekt, Kunsthistoriker (BME/DE)

József Tillmann Philosoph (MOME)

Krisztián Kukla (MODEM)

Moderation: Krisztina Kovács

Geschrieben von by Kovács Krisztina »

„Tausend und eine Geschichten“ – Comics & Migration

Geschrieben am Mai 3rd, 2012 in Allgemein, Programme 2012, Vortrag

eine Projektpräsentation von und mit Dr. Angela Weber

Zeitpunkt: 3. Mai 2012, 17.30 Uhr

Ort: Österreich-Bibliothek, Universität Debrecen

Derzeit ist das Genre der Grafischen Novelle eine außergewöhnlich populäre Medienform, um Lebensverläufe zu dokumentieren, die – nicht anders als die visuelle sequentielle Kunst  – Brüche, Leerstellen und Inkonsistenzen in einer Biografie zur Darstellung bringen kann, die oftmals nicht linear verlaufen ist.

Das an den Schnittstellen von Schule, Universität und Museum angesiedelte Projekt „Tausend und eine Geschichten“ bietet SchülerInnen und StudentInnen die Möglichkeit, ausgehend von ihrer Familiengeschichte, eine ‚Graphic Novel’ selbst zu verfassen. Dabei richtet sich das fächerübergreifende Projekt insbesondere an Jugendliche mit Migrationshintergrund. In einer nationalen Mehrheitsgesellschaft ist es gerade für diese Jugendlichen schwierig, zu ihren komplexen, von verschiedenen kulturellen Herkünften geprägten Identitäten zu stehen und diese selbstbewusst nach außen hin zu vertreten – was das Medium Comic diesbezüglich leisten kann und wie es zum Thema eines interdisziplinären Forschungsprojekts werden kann ist unter anderem Thema von Dr. Angela Webers Vortrag.

Dr. Angela Weber lebt und arbeitet als Kunstvermittlerin und freie Publizistin in Essen.

Geschrieben von Boglárka Bocsi »

GOETHE MOZI: Lila, Lila (2009)

Geschrieben am April 17th, 2012 in Allgemein, Film, Programme 2012, Schulprogramme

lila_lila_plakat

Deutsch mit deutschen Untertiteln

Zeit: 24.04.2012 / 16.00

Ort: Apolló Mozi / Debrecen, Miklós u. 1.

Eintritt nach Voranmeldung ist frei!

Eine romantische Komödie nach dem gleichnamigen, 2004 erschienenen Bestsellerroman von Martin Suter.

Der Erstlingsroman „Lila, Lila” von David Kern stürmt die Bestsellerlisten. Das Problem ist nur: David ist nicht der Autor dieser tragischen, in den 50er Jahren angesiedelten Liebesgeschichte. Der unscheinbare, 23-jährige Kellner hat das Manuskript in einem Nachttisch vom Trödler gefunden und gibt den Text, um die schöne Marie zu erobern, als den seinen aus. Die beiden werden ein Paar, die Medien reißen sich um David und das Unheil nimmt seinen Lauf, als bei einer Autogrammstunde plötzlich Jacky, ein abgehalfterter Herumtreiber, vor ihm steht,
der sich als Autor von „Lila, Lila” zu erkennen gibt.

Anmeldung: hier

Link-Tipps:

Trailer

Offizielle Webseite des Films

Geschrieben von Boglárka Bocsi »

Abendmahl als Symposion

Geschrieben am April 8th, 2012 in Aktuell, Ausstellung, Kunst, Programme 2012, Tagung

Konferenz

Ort: MODEM, Baltazár Dezső tér 1

Zeit: 13.04.2012

Das umfangreiche Œvre des Künstlers Botond umfasst zahlreiche Werkgruppen mit zeitlosen Themen und fortwährenden Botschaften. In seiner letzten Werkgruppe Abendmahl nahm Botond sich der christlichen Ikonen und Stationen der Passionsgeschichte an. In seiner eingehenden Beschäftigung mit dem Gemälde Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci, den Reliquien der Veronika und dem Turiner Grabtuch setzte er diese in einen neuen Kontext und fordert auf, die Dinge neu zu betrachten und zu bewerten. Das zeitgemäße Material (LKW-Plane) wird zum Träger grundlegender Themen. In der Ausstellung wird die komplette Werkgruppe präsentiert. Das Abendmahl bildet als zentrale Arbeit das sakrale Zentrum, in Anlehnung an die Architektur einer Basilika. Von dem Mittelgang gelangt man in die Seitenräume wo sich die „Reliquien“ befinden.

Diese letzte Werkgruppe von Botond ist sehr rätselhaft. Einerseits ist sie in der heiligsten Angelegenheit des christlichen Universums verankert (Abendmahl), andererseits zeigt sie transzendente Inhalte so, dass sie die zeitgenössische Kunst, die Kunstszene, die kulturelle Umgebung, die sie aufnimmt, gleichzeitig hinterfragt. Dieses Raum-Bild ist auf einmal ein sakrales und ein kritisches Werk. Mit dieser Problematik setzt sich die Veranstaltung mit der Teilnahme von einer KunsthistorikerInnen, einer Galeristin, einem Philosophen, einem Theologen und einem Schriftsteller auseinander.

13.30

Grußworte

Márta Nagy / Goethe-Institut Budapest

Krisztián Kukla / MODEM

Andrea Horváth / DKF

13.45–14.45

János Kurdy Fehér: Vigil/BARN

Ingrid Koppelmann / Galerie Kunstwerk Nippes: Der Tisch, die Tafel und das Abendmahl

József Tillmann / MOME: Das letzte Abendmahl, danach. Gedanken vor Botonds Abendmahl

14.45–15.15

Diskussion, Gespräch, Buffet, Pause

15.15–16.15

István Puskás/ DE: Der fehlende Raum

Anna Bálványos / Ludwig Múzeum Budapest: Die Erlösung und die Kunst

Mátyás Varga / OSB, Pannonhalma: Kann die Wahrheit des Bildes zu einer theologischen Wahrheit werden?

16.15–17.00

Diskussion, Gespräch, Buffet, Pause

17.00 –18.00

Präsentation des Ausstellungskatalogs
Führung mit den Vortragenden in der Ausstellung

Geschrieben von Kitti Szabó »

Programme in der Österreich-Bibliothek

Geschrieben am April 7th, 2012 in Lesung, Programme 2012

Julya Rabionwich

Lesung mit Julya Rabinowich

Die österreichische Künstlerin Julya Rabinowich liest aus ihrem Debütroman „Spaltkopf“

Zeitpunkt:17. April 2012,19.00
Ort: Raum 133/2., Institut für Germanistik, Universität Debrecen

Julya Rabionwich wurde in St. Petersburg geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Wien. Sie schreibt auf Deutsch. Das Exil ist eines ihrer Hauptthemen, insbesondere arbeitete sie sich in ihrem Debütroman „Spaltkopf” daran ab. Sie liest aus ihrem Roman in Szeged, Debrecen und Budapest. Nach den Lesungen steht die Autorin für Fragen des Publikums im Rahmen eines Autorengesprächs zur Verfügung.

Pressespiegel

“In ihrem Debütroman ‘Spaltkopf’ erzählt Julya Rabinowich mit hohem Tempo und trockener Ironie die autobiografische Geschichte einer Emigration. 1977 ist Rabinowich mit ihrer Familie nach Wien ausgewandert. In der Fremde, die ihr schon bald nahe ist, entwickelt die Ich-Erzählerin ein Sensorium für die Feinheiten des Lebens – des neuen wie des alten. Die jüdische Verwandtschaft der kommunistischen Kinderjahre wird in atmosphärisch dichten Episoden geschildert, der Wiener Gegenwart gilt eine selbstbewusste Distanz.
‘Spaltkopf’ ist ein Entwicklungsroman von großer Anschaulichkeit, dessen souveräne und freche Sprache Beweis dafür ist, dass Julya Rabinowich nicht nur in einer neuen Heimat angekommen ist, sondern auch in der Literatur.” (Paul Jandl, NZZ)

Geschrieben von Kitti Szabó »

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