Theaterworkshop im Institut für Germanistik

Geschrieben am Oktober 27th, 2011 in Programme 2011, Theater, Workshop

Gerhild E. Steinbuch und Philipp Becker

Mit den Teilnehmern werden der Regisseur Philipp Becker und die Autorin Gerhild E. Steinbuch vom 25-28. Oktober um die folgende Fragestellung arbeiten:

“Muss ich verschwinden um sichtbar zu werden?”

Ausgehend von einem Projekt, an dem sie derzeit zusammenarbeiten, werden sie mit den Workshopteilnehmern folgende Fragen auf ihre Gültigkeit / Wirksamkeit im Theater untersuchen: Muss ich so sein, wie ich anderen verständlich bin, damit ich gesehen werde, auch wenn das vielleicht nicht mehr viel mit mir selbst zu tun hat? Ist die Inszenierung der eigenen Person und das Zurücktreten dahinter die einzige Möglichkeit, wahrgenommen zu werden? Machen mich erst meine hinterlassenen Spuren sichtbar, weil sich aus ihnen etwas konstruieren lässt? Muss ich eine Scheinwelt wahren, um in der echten Welt bestehen zu können?

Die Workshopleiterinnen werden praktische Übungen anbieten, um die theoretische Beschäftigung in theatrale Praxis zu übersetzen. Am Ende soll das Schreiben und Inszenieren eines eigenen kleinen Textes stehen, der sich mit dem Thema “Was ist die echte Welt / Wie verändert sie sich durch meine Warnehmung / Kann ich selbst entscheiden, was echt ist” und dem Anpassen an bzw. dem Verschwinden in einem Ort beschäftigt. Diese eigene Arbeit der Teilnehmer soll konkret in der Stadt verankert sein – z.B. in Form eines theatralen Spazierganges. Die Übungen im Vorfeld werden auch größtenteils in der Stadt Debrecen passieren und gefilmt.

Am Freitag (28.10) um 16.00 Uhr ist das Ergebnis der Arbeit dieser vier Tage im Rahmen einer kleinen Aufführung zu sehen.

Ort: Lovarda, Biliárd terem
4028 Debrecen
Kassai u. 26.

Link-Tipps:
Philipp Beckers Webseite
Philipp Beckers Youtubechannel

Das Programm wurde unterstützt vom Voitina Puppentheater.

Voitina Bábszínház

Geschrieben von Boglárka Bocsi »

GOETHE MOZI: Leroy

Geschrieben am Oktober 15th, 2011 in Film, Programme 2011

Leroy Plakat

Leroy ist 17 Jahre, deutsch – und schwarz. Auf dem Kopf hat er einen großen Afro. Statt Hip-Hop zu hören, spielt er lieber Cello und hängt mit seinen Kumpels dem Halbgriechen Dimi und dem Palästinenser Achmed ab. Und alle haben eine Freundin, nur Leroy nicht. Als sich ausgerechnet die süße Eva auf dem Schulhof in ihn verguckt, ist niemand überraschter und beglückter als Leroy selbst. Doch das erste Verliebtsein entpuppt sich als ganz schön kompliziert. Evas Familie ist so rechts, dass sie selbst ihre Wellensittiche nach Hitlers Generälen benannt hat. Ihre fünf glatzköpfigen Brüder wollen sich den schwarzen Freund der Schwester natürlich lieber heute als morgen vorknöpfen. Doch so einfach gibt Leroy nicht auf. Er trommelt seine Leute zusammen, kämpft um seine Liebe und lässt auf seine ganz eigene Art die Black-Power-Bewegung wieder aufleben, getreu dem Motto: “Werdet funky statt fascho!”

Auf Deutsch mit deutschen Untertiteln
25.10.2011 / 16.00
Apolló Mozi / Debrecen, Miklós u. 1.
Eintritt frei!

Geschrieben von admin »

Lesung von Rery Maldonado und Nikola Richter

Geschrieben am Oktober 2nd, 2011 in Lesung, Programme 2011

Rery Maldonado und Nikola Richter

Rery Maldonado und Nikola Richter

“Wilde Subjekte”: Viele Fragen, kollektive Antworten, literarische Web-Post zwischen Lateinamerika und Deutschland

Rery Maldonado und Nikola Richter, zwei Kreuzberg-Berlinerinnen und die Initiatorinnen des zweisprachigen Blogs www.superdemokraticos.com, einem Pilotprojekt für intellektuelles Fairtrade, stellen die Anthologie “Los Superdemokraticos” vor, die 2011 im unabhängigen Verbrecher Verlag erschienen ist. Sie lesen aktuelle Analysen verschiedener Autoren zu ihrer Lieblingsmusik: Cumbia, Corridos, deutsche Schlager und japanischer Deutschpop. Dazu rufen sie ein paar Slogans des literarischen Aktivismus, verkleiden sich als Cybersexfrau und -mann, singen den Internet-Tinnitus, zitieren aus dem neuen politischen Glossar des 21. Jahrhunderts, den die Superdemokraticos-Autoren entworfen haben, und verbieten Laptops am Strand.

Mit ihren gemeinsam verfassten Kurzessays zu allgemeinen Fragen wie: “Was habe ich über Geschichte gelernt und was stelle ich in Frage?”, “Was ist Intimität für dich?”, “Wo begegnest du Globalisierung in deinem Alltag?” wollen sie zeigen, dass auf beiden Seiten des Atlantiks in einer vernetzten Generation ähnliche Fragen gestellt werden. Die Antworten variieren, die Formen auch, aber der Austausch kann beginnen. Im Netz und im Buch finden sich Texte von jungen, erfolgreichen, gut aussehenden, intelligenten, witzigen und scharfsinnigen Autorinnen und Autoren aus Argentinien, Bolivien, Deutschland, Guatemala, Irak, Israel, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Spanien, Peru, Puerto Rico, Uruguay, USA, Venezuela, unter anderem von René Hamann, Abbas Khider, Alan Mills, Tilsa Otta, Monika Rinck, Ron Winkler und Carlos Velazquez.

Ort:
Germanistisches Institut
4032 Debrecen
Egyetem tér 1
Raum 133/2

Zeit:
06.10.2011. 18.00 Uhr

Geschrieben von admin »

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