Was hat uns der Übersetzerworkshop gebracht

Geschrieben am Januar 30th, 2012 in Literatur, Programme 2011, Workshop

Am 09. und 10. November 2011 fand im Institut für Germanistik der Universität Debrecen ein Übersetzerworkshop mit der Leitung der Übersetzerin Éva Blaschtik statt. Das Thema war ihre neueste Übersetzung, der Roman „Tauben fliegen auf” von Melinda Nadj Abonji. Die schweizerische Schriftstellerin ungarischer Herkunft erhielt dafür 2010 den Deutschen Buchpreis und noch in demselben Jahr auch den Schweizer Buchpreis. Nadj Abonjis Roman erscheint auf Ungarisch im Februar 2012 beim Magvető Verlag. Die folgende Slide-Show soll Einblick in den Übersetzerworkshop geben.

Übersetzerworkshop im Institut für Germanistik from Deutsches Kulturforum Debrecen on Vimeo.

Indem Sie auf die unten stehenden Namen klicken, können Sie die von Éva Blaschtik ausgewählten drei besten Übersetzungen lesen. Bei ihrer Bewertung fand die Übersetzerin wichtig, dass der Text auf Ungarisch klingt, er soll Stimmung, Rhythmus haben und es ist wichtig, dass die Bedeutung der Übersetzung dem Originaltext nahe steht.

Zum Vergleich können Sie den Anfang des ersten Kapitels auf der Webseite von Melinda Nadj Abonji lesen.

Der Roman kann auf Deutsch in der Bibliothek des Deutschen Kulturforums Debrecen ausgeliehen werden. Weitere Information: info@deutsches-kulturforum.hu.

Die Übersetzungen

Kaskó Natália
Svercsok Szabolcs
Téglási Eszter

Geschrieben von Enikő Tanyi »

A Vacsora / Das Abendmahl

Geschrieben am Januar 28th, 2012 in Aktuell, Ausstellung, Programme 2012

Abendmahl

Eine Ausstellung von Botond  (*3. März 1949  † 27. Oktober 2010)

Modem, Debrecen
04.02.2012 – 27.05.2012

Webplakat_A-Vacsora_Das-Abendmahl_Plakat

Das Kunstmuseum Modem stellt in einer Einzelausstellung die Werkgruppe Abendmahl des 2010 verstorbenen Künstlers Botond aus. Der 1949 in Pécs geborene Künstler lebte und arbeitete in Nürnberg und Budapest. Sein umfangreiches Ouevre umfasst zahlreiche Werkgruppen, die Kleinplastiken, Assemblagen, Raumskulpturen, Rauminstallationen und Zeichnungen bis hin zu groß angelegten Projekten enthalten, mit denen der Künstler Botond internationale Bekanntheit erlangte. Sein Werk vermittelt eine intensive Erfahrung mit der Vergänglichkeit und stellt zivilisationskritische Fragen. Die formale Vielgestaltigkeit und die sinnlichen Qualitäten seiner Arbeiten entstehen durch seinen experimentellen Umgang mit Materialien und Techniken.

In seiner letzten Werkgruppe Abendmahl hat Botond sich Stationen der Passionsgeschichte und christlicher Themen angenommen. Die LKW-Plane wird zum Träger seiner Version Des letzten Abendmahls von Leonardo Da Vinci, des Schweißtuchs der Veronika und des Turiner Grabtuchs. Sie bildet eine Brücke zwischen den archaischen Themen der christlichen Kultur zur Gegenwart.

Leonardos Das letzte Abendmahl inspirierte Generationen von Künstlern zu Interpretationen und Kopien. Botond schuf aus dem zweidimensionalen Fresco ein raumgreifendes Bild. Das Raum-Bild Abendmahl lässt den Betrachter zum aktiven Teil des Werkes werden und bildet als zentrale Arbeit das sakrale Zentrum.

Das Turiner Grabtuch wird als Relikt verehrt, in dem Jesus nach der Kreuzigung begraben wurde. Botond arbeitete die Struktur eines Körpers in sein Material LKW-Plane ein. Durch diese abstrakte Fälschung wird die immerwährende Diskussion um das zweifelhafte Relikt neu beleuchtet. Das Schweißtuch der Veronika, auf dem das Antlitz Christi als “Vera ikon” (wahres Bild) zu sehen ist, inspirierte Botond zu 14 eigenen Variationen.

Der Werkkomplex Abendmahl ist ein offener Diskurs über Religion und christlichen Glauben. Der Betrachter wird vom Künstler aufgefordert, die vom ihm geschaffenen Leerstellen mit eigenen Erfahrungen und Emotionen zu füllen.

Das Deutsche Kulturforum Debrecen organisiert Begleitveranstaltungen zur Ausstellung. Über Führungen hinaus werden ein Podiumsgespräch mit ExpertInnen im Breich Architektur, Literaturwissenschaft und Ästhetik, eine literarische Lesung und ein Symposium.

Geschrieben von Kovács Krisztina »

Das DKF empfiehlt

Geschrieben am Januar 26th, 2012 in Musik, Oper, Theater

A halott város

KORNGOLD: Die tote Stadt

Uraufführung der Oper in Ungarn: 27.01.2012.
Weitere Vorstellungen: 4., 6., 8. 02. 2012.
Csokonai Színház Debrecen

Der doppelte Oscar-Preis-Träger Korngold ist einer der bekanntesten Komponisten des goldenen Zeitalters der Filmmusik des 20. Jahrhunderts. Er war unter denen, die den sogenannten Hollywood-Klang erfunden haben. Sein Hauptwerk, Die tote Stadt ist eine echte Kuriosität, es wird nur von den größten Opernhäusern auf den Spielplan gesetzt. Die Debrecener Vorstellung ist die Uraufführung der Oper in Ungarn. In der visionären Regie von Wlad Troizki treten zwei Stars der Ungarischen Staatsoper auf: Szilvia Rálik und Zoltán Nyári. Die Debrecener Kodály-Philharmoniker dirigiert Balázs Kocsár.

Weitere Informationen finden Sie über die Oper hier.

Geschrieben von Kovács Krisztina »

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